Mitgliederversammlung der VVN-BdA Nürnberg

12. Juni 2012

13.06.2012

Einladung.

Mitgliederversammlung der VVN-BdA Nürnberg

Mittwoch, 13. Juni 2012, 19:30 Uhr

Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Straße

Eingeladen sind wie immer alle Mitglieder und FreundInnen der VVN-BdA Nürnberg

Mittwoch, 13. Juni 2012, 19:30 Uhr Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Straße Eingeladen sind wie immer alle Mitglieder und FreundInnen der VVN-BdA Nürnberg

Hat denn Fußball mit Antifaschismus was tun?

6. Juni 2012

Am 9. Juni wird die mit Spannung erwartete Fußballeuropameisterschaft in Warschau eröffnet. Das Finale soll am 1. Juli in Kiew angepfiffen werden. Sicherlich werden auch Mitglieder der VVN-BdA das eine oder andere Spiel anschauen und vielleicht sogar mit der deutschen Mannschaft hoffen … Schau mer mal.

Erinnert sei hier an ein Fußballspiel am 9.August 1942 in Kiew. Kiew war zu dieser Zeit von faschistischen Wehrmacht erobert und besetzt. Es spielten eine deutsche – von höchster Stelle ausgewählte – Soldatenmannschaft gegen eine Spielerauswahl aus der Stadt Kiew.

Der Hintergrund: Nachdem der Vormarsch der Wehrmacht Mitte 1942 ins Stocken gekommen war, versuchten die Faschisten kurzzeitig mit einer Werbekampagne und kleinen Zugeständnissen die Bevölkerung in der Ukraine für sich zu gewinnen. Dafür wurde auch das Fußballspielen eingesetzt. Deshalb fand dieses historische Fußballspiel unter großer Teilnahme der Bevölkerung statt. Es sollte aus Sicht des Oberkommandos die Überlegenheit der Deutschen auch im Sport beweisen.

Nicht eingeplant war, dass die Kiewer Mannschaft – noch dazu in roten Trikots! – siegte. Die Partie endete 5:3 für Kiew. Mit dem Ruf »Die Roten siegen!« zogen die Zuschauer begeistert aus dem Stadion durch die Stadt.

Die Nazis zogen die Reißleine! Die umgehend erlassenen Befehle besiegelten das Schicksal der Mannschaft. Die meisten Spieler wurden in ein KZ-Lager verschleppt und dort grausam gefoltert. Der Torwart Trussewitsch gehörte schon vor dem Krieg zu den herausragenden Spielern der sowjetischen Nationalmannschaft. Von ihm hieß es, dass er mit den Worten »Wir werden siegen« in einem Kugelhagel gestorben war. Seine Mannschaftskameraden Klimenko, Korotkich und Kusmenko wurden wenige Tage später umgebracht.

Von diesem Tag an fanden bis Kriegsende keine Fußballspiele mehr in Kiew statt!

65 Jahre VVN-BdA Nürnberg – und mehr denn je gebraucht.

6. Juni 2012

Am Sonntag, 06.Mai feierten wir im Foyer der Gaststätte Cayhaus (Villa Leon) unseren 65.Geburtstag.Es kamen fast 40 Mitglieder und Gäste, hörten sich verbunden mit einem Gläschen Sekt und einem kleinen Imbiss in angenehmer Atmosphäre den historischen Abriss zur Geschichte der VVN von Dr. Ulli Schneider an.

„Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht!“ Welcher Satz des Schwurs der Überlebenden von Buchenwald vom 19. April 1945 könnte passender sein, als dieser in der Stadt, in der der große Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher durchgeführt worden ist? Und als gemeinsame Zielsetzung formulierten die Überlebenden: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel!“

Die Initiative zur Gründung einer VVN war von Vertretern der Arbeiterparteien, die in den Betreuungsstellen für politisch, religiös und rassisch Verfolgte bzw. den OdF (Opfer des Faschismus)-Einrichtungen den besten Kontakt zu den Betroffenen hatten, ausgegangen.

„Über alle Schichten, Konfessionen und Rassen und Parteien hinweg schließen sich die Kämpfer gegen den Nazismus und die vom Nazi-Regime Verfolgten zu einer überparteilichen Organisation zur Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN) zusammen“, hieß es in dem ersten Programm vom August 1946. Und bei der Konstituierung auf Kreis- oder Länderebene achtete man darauf, dass alle demokratischen Parteien und gesellschaftliche Organisationen, wie Kirchen und Glaubensgemeinschaften, Gewerk-schaften und Frauenverbände vertreten waren. Noch 1948 wurden beispielsweise in den Vorstand der VVN-Bezirksstelle München Vertreter der Bayernpartei, CSU, FDP, KPD, SPD, Parteilose und rassisch Verfolgte gewählt.

Auch die politische Bandbreite umfasste viele politische Richtungen. In Nürnberg gehörte neben anderen auch Josef E. Drexel, der erste Lizenzträger der Nürnberger Nachrichten, zu den Gründungsmitgliedern der VVN.

Drexel war Mitglied im nationalrevolutionären Widerstandskreis um Ernst Niekisch und Häftling im KZ Mauthausen und Flossenbürg. Und ich möchte auf der anderen Seite auch den von mir sehr geschätzten gebürtigen Nürnberger Oskar Neumann nennen, der im studentischen Widerstand aktiv war, bevor er 1944 verhaftet und in ein Außenlager des KZ Buchenwald überführt wurde. Er war in den 70er Jahren Landes-vorsitzender der VVN-BdA Bayern.“

(Aus der Rede von Dr. Ulli Schneider, einer der Sprecher der VVN-BdA auf Bundesebene)

Kein Frieden mit Tschechien?

23. Mai 2012

24.05.2012

Kein Frieden mit Tschechien?

Donnerstag, 24. Mai 2012, 19:00 Uhr

DIDF-Wiesenstr. 86 (Nürnberg – U-Bahnhof Aufseßplatz/Tramhaltestelle Christuskirche)

Veranstalter: VVN-BdA Nürnberg in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Stiftung, Kurt-Eisner-Verein und der Petra-Kelly-Stiftung

Am 26./27.Mai 2012 wird erstmals nach mehreren Jahren wieder der „Sudetendeutsche Tag“ in Nürnberg stattfinden.

Mehrere zehntausend TeilnehmerInnen werden dort unter dem Motto „Herkunft pflegen – Zukunft sichern“ die „Sudetendeutsche Landsmannschaft“ (SL) feiern. Die Herkunft dieser Organisation ist vom bekannten Historiker Erich Später (s.u.) als „Sammlungsbewegung der überlebenden Nazi-, Funktions- und Vernichtungseliten des Reichsgaus Sudetenland“ treffend beschrieben worden.

Wenn sich SL zur Zukunft äußert, werden nicht nur regelmäßig die Naziverbrechen in Tschechien, Polen oder der ehemaligen Sowjet-Union bagatellisiert. Es wird nach wie vor die Nachkriegsordnung Europas in Frage gestellt. Als wäre dies nicht skandalös genug, ist der “ Sudetendeutsche Tag“ auch immer wieder ein Treffpunkt zwischen Rechtsextremisten (wie dem „Witikobund“) und der „bürgerlichen Mitte“ – bis hinein in die bayerische Staatsregierung.

Um über Geschichte, Gegenwart, Ideologie und Praxis der „Sudetendeutschen Landsmannschaft“ aufzuklären, laden wir ein zu einem Vortrag mit Erich Später (Historiker, Autor u.a. von „Kein Frieden mit Tschechien. Die Sudetendeutschen und ihre Landsmannschaft“, „Villa Waigner. Hanns Martin Schleyer und die deutsche Vernichtungselite in Prag 1939-45“ sowie einer Vielzahl von Artikeln u.a. in KONKRET)

Donnerstag, 24. Mai 2012, 19:00 Uhr DIDF-Wiesenstr. 86 (Nürnberg – U-Bahnhof Aufseßplatz/Tramhaltestelle Christuskirche) Veranstalter: VVN-BdA Nürnberg in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Stiftung, Kurt-Eisner-Verein und der Petra-Kelly-Stiftung Am 26./27.Mai 2012 wird erstmals nach mehreren Jahren wieder der „Sudetendeutsche Tag“ in Nürnberg stattfinden. Mehrere zehntausend TeilnehmerInnen werden dort unter dem Motto „Herkunft pflegen – Zukunft sichern“ die „Sudetendeutsche Landsmannschaft“ (SL) feiern. Die Herkunft dieser Organisation ist vom bekannten Historiker Erich Später (s.u.) als „Sammlungsbewegung der überlebenden Nazi-, Funktions- und Vernichtungseliten des Reichsgaus Sudetenland“ treffend beschrieben worden. Wenn sich SL zur Zukunft äußert, werden nicht nur regelmäßig die Naziverbrechen in Tschechien, Polen oder der ehemaligen Sowjet-Union bagatellisiert. Es wird nach wie vor die Nachkriegsordnung Europas in Frage gestellt. Als wäre dies nicht skandalös genug, ist der “ Sudetendeutsche Tag“ auch immer wieder ein Treffpunkt zwischen Rechtsextremisten (wie dem „Witikobund“) und der „bürgerlichen Mitte“ – bis hinein in die bayerische Staatsregierung. Um über Geschichte, Gegenwart, Ideologie und Praxis der „Sudetendeutschen Landsmannschaft“ aufzuklären, laden wir ein zu einem Vortrag mit Erich Später (Historiker, Autor u.a. von „Kein Frieden mit Tschechien. Die Sudetendeutschen und ihre Landsmannschaft“, „Villa Waigner. Hanns Martin Schleyer und die deutsche Vernichtungselite in Prag 1939-45“ sowie einer Vielzahl von Artikeln u.a. in KONKRET)

HERMANN KESTEN

9. Mai 2012

MEINE FREUNDE DIE POETEN

10.05.2012

HERMANN KESTEN

MEINE FREUNDE DIE POETEN

„1933: verbrannte Bücher, verbannte Poeten“ Gedenkveranstaltung für Hermann Kesten und seine Freunde im Exil

Donnerstag, 10. Mai 2012, 19:00 bis 21:00 Uhr

Haus Eckstein, Raum 1.01, Burgstr. 1, Nürnberg

Eine Veranstaltung von Christine Stahl, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, in Kooperation mit dem Verband Deutscher Schriftsteller VS (ver.di)/Regionalgruppe Mittelfranken, dem Melanchthon-Gymnasium und der Hermann-Kesten-Gesellschaft.

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Donnerstag, 10. Mai 2012, 19:00 bis 21:00 Uhr Haus Eckstein, Raum 1.01, Burgstr. 1, Nürnberg Eine Veranstaltung von Christine Stahl, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, in Kooperation mit dem Verband Deutscher Schriftsteller VS (ver.di)/Regionalgruppe Mittelfranken, dem Melanchthon-Gymnasium und der Hermann-Kesten-Gesellschaft.

8.Mai: Befreiung vom Faschismus und was davon übrig blieb!

7. Mai 2012

08.05.2012

8.Mai: Befreiung vom Faschismus und was davon übrig blieb!

In der Nacht vom 8. Zum 9.Mai 1945 unterzeichnete das Oberkommando des faschistischen Deutschland die bedingungslose Kapitulation. Deutschland war damit von der faschistischen Terrorherrschaft befreit. Überall auf der Welt wird daher am 8. Bzw. 9.Mai der Sieg über den Faschismus gefeiert, nur nicht bei uns.

„Die nationalsozialistische Partei mit ihren angeschlossenen Gliederungen und Unterorganisationen ist zu vernichten; alle nationalsozialistischen Ämter sind aufzulösen; es sind Sicherheiten dafür zu schaffen, dass sie in keiner Form wieder auferstehen können. …“, bestimmten die vier Siegermächte im Potsdamer Abkommen.

Doch heute können faschistische Organisationen, wie z.B. die NPD, beschützt von Großaufgeboten der Polizei wieder durch die Straßen marschieren. Das Terrornetzwerk des „Nationalsozialistischen“ Untergrunds konnte über Jahre hinweg ungestört und mit Wissen der Geheimdienste mordend durch das Land ziehen. Am 8.Mai stellen wir daher die Frage: Wie gehen und gingen deutsche Behörden mit faschistischen Bestrebungen um?

Dienstag, 08. Mai 2012, 18:00 Uhr

DIDF-Haus, Nürnberg, Wiesenstraße 86

Eingeladen wird von: DKP, SDAJ und VVN-BdA Nürnberg.

Eintritt frei!

Dazu sprechen auf dem Podium:

Knut Korschewsky, Landesvorsitzender von DIE Linke in Thüringen; NN, Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR a.D.; Georg Neubauer, VVN-BdA Nürnberg, NN Antifa-Gruppe aus Nürnberg/Fürth; NN Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ).

Dienstag, 08. Mai 2012, 18:00 Uhr DIDF-Haus, Nürnberg, Wiesenstraße 86 Eingeladen wird von: DKP, SDAJ und VVN-BdA Nürnberg. Eintritt frei! Dazu sprechen auf dem Podium: Knut Korschewsky, Landesvorsitzender von DIE Linke in Thüringen; NN, Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR a.D.; Georg Neubauer, VVN-BdA Nürnberg, NN Antifa-Gruppe aus Nürnberg/Fürth; NN Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ).

Die Innenminister wollen nicht!

4. Mai 2012

Stand in den Schlagzeilen der Zeitungen im Dezember 2011 noch: „Innenminister wollen NPD-Verbot“, so war schon im März 2012 schon zu lesen: „Zweifel an Erfolg von NPD-Verbot“. Anfang April wurde uns dann mitgeteilt: „NPD-Verbot immer unwahrscheinlicher“. Und inzwischen lesen wir: „NPD-Verbot in weiter Ferne – Immer mehr Politiker skeptisch.“ Und gleichzeitig wird eingeräumt: „Mehrheit der Bürger dafür“. (Zitate alle aus den „Nürnberger Nachrichten“)Was von Anfang an von AntifaschistInnen vermutet wurde, bestätigt sich leider wieder: Ein Großteil der zuständigen Politiker – vor allem im konservativen Lager – will kein Verbotsverfahren. Eine Mehrheitsmeinung interessiert sie nicht!

Sie fürchten, dass ihr Heiligstes, nämlich der „Verfassungsschutz“ dabei zur Diskussion steht. Zwar wurden unter dem Eindruck der Nazi-Morde – und dem damit verbunden öffentlichen Druck – von den Innenministern große Sprüche geklopft. Sie dienten vor allem der Beruhigung. Es soll möglichst schnell vergessen werden, wie die Nazi-Terroristen und auch die Nazi-Partei NPD staatlich z.B. über den „Verfassungsschutz“ unterstützt uns finanziell gesponsert wird.

All das ist Grund genug weiter zu machen mit unserer Unterschriften-Kampagne NPD-Verbot: Jetzt aber richtig!

So waren wird als VVN-BdA dabei mit einem Infostand am Ostermarsch 2012 und ebenso am 20.April beim Fest der Befreiung von Faschismus und Krieg. Wenn wir ein NPD-Verbotsverfahren denen „da oben“ überlassen, dann wird es auf den St.-Nimmerleinstag verschoben.

Hinweisen mussten wir bei unseren Informations-Ständen jedoch immer wieder darauf :

– Auch wer vor drei Jahren schon unterschrieben hat, kann/sollte jetzt erneut mitmachen. Es ist eine neue Kampagne. Wir sammeln weiter um die Verantwortlichen zum Handeln zu zwingen! Sie müssen vor allem die Unterstützung der NPD durch die V-Leute einstellen!

– Natürlich wissen auch wir in der VVN-BdA: Mit einem Verbot der NPD sind nationalistische oder rassistische Gedanken nicht verschwunden.

Gedanken kann man bekanntlich nicht verbieten.

Aber ihre Verbreitung, sei es in Form von Flugschriften, Schul-CDs oder Aufmärschen kann eingeschränkt werden. Die dafür erforderlichen Mittel, wie Druckereien, Häuser und vor allem Finanzmittel, können gekappt werden. Allein das wäre ein nicht zu unterschätzender Schritt gegen die Naziplage!

– Mitunter gibt es auch von aufrechten AntifaschistInnen die Meinung, dass ein NPD-Verbot, ja dass überhaupt staatliche Verbote gegen die NPD „nichts bringen“ würden. Es gehe stattdessen vielmehr darum, die Nazis aktiv zu bekämpfen.

Nichts dagegen! Aber warum „stattdessen“ und warum nicht beides? Zum Beispiel:

In der Stadt Hof hat sich aus Anlass eines angekündigten Nazi-Aufmarsches am 1. Mai ein breites Bündnis aller DemokratInnen, von CSU bis DKP, gebildet. Und die Stadt Hof hat versucht, den Aufmarsch zu verbieten.

Als VVN-BdA begrüßen wir gemeinsam mit den demokratischen Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere mit den Gewerkschaften dieses Verbot durch die Stadtverwaltung. Die Gerichtsurteile zugunsten der Nazis werden den Verpflichtungen des Grundgesetzes nicht gerecht!

Im Gegensatz zu manchen Verbots-Skeptikern sehen wir allerdings nicht ein, warum ein staatliches Demonstrationsverbot für Nazis auf der Ebene der Gemeinde richtig ist. Und warum ein weitergehendes Verbot auf Landes- oder Bundesebene falsch sein soll.

Das ist schlichtweg unlogisch und inkonsequent! Wir sind uns sicher, dass die GewerkschafterInnen in Hof den 1.Mai lieber ohne Nazi-Aufmarsch gefeiert hätten. Und nicht nur in Hof!

Nazis werden immer dreister!

4. April 2012

Sachbeschädigungen, Schmierereien, Drohungen gegen antifaschistisch engagierte Bürgerinnen und Bürger – in Fürth, Ansbach, Weißenburg, Gunzenhausen oder auch in der Forchheimer Gegend und in Coburg hinterlassen die Nazis inzwischen wöchentlich ihre Spuren.Die Strategie des Bayerischen Innenministers, nach dem bekannt gewordenen NSU-Terror die Nazis mit „scharfen“ Stellungnahmen und Verbotsdrohungen einzuschüchtern, ist nicht aufgegangen!

Denn zum einen wissen die Nazi-Funktionäre aufgrund des V-Leute-Unwesens sehr gut darüber Bescheid, was vom Bayerischen Innenministern ernst zu nehmen ist, und was nicht. Und klar ist ebenso: Ihre Scharfmacher fühlen sich angesichts des öffentlichen Drucks für ein Verbot der NPD berufen, jetzt erst recht zu beweisen, dass mit ihnen zu rechnen ist. Ihr Anhang soll schließlich bei der Stange bleiben!

Das geschieht einerseits durch ständigen Aktionismus – in Weißenburg wurden die letzten Wochen fast täglich Häuser und Plätze mit ausländerfeindlichen Parolen und Aufklebern beschmiert bzw. beklebt.

Ebenso versuchen sich Nazi-Organisationen durch das Aufgreifen wichtiger sozialer Forderungen anzubiedern. Bekanntlich frisst der Wolf, der in die Enge getrieben wird, auch mal Kreide!

Zum Beispiel will ein „Freies Netz Süd“ (eine Truppe, die zu den Hardlinern am rechten Rand gehört) am diesjährigen 1.Mai in Hof marschieren. Unter der Losung: „Zeitarbeit abschaffen – Soziale Ausbeutung stoppen!“ Es ist gut, dass sich in Hof jetzt ein breites Bündnis gegen diese sozialen Demagogen formiert.

In Nürnberg werden wir im Moment von direkten und aggressiven Naziaktivitäten verschont. Das muss nicht immer so sein. Umso wichtiger ist die Solidarität mit dem antifaschistischen Widerstand in der Umgebung. Und wir freuen uns auch, dass Kameradinnen und Kameraden der VVN-BdA in Fürth, Ansbach oder Weißenburg mit dabei sind!

In eigener Sache

4. April 2012

Auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung Ende Februar wurde die bisherige Arbeit der Kreisorganisation gewürdigt und der neue Vorstand wurde mit großer Mehrheit gewählt. Darüber freuen wir uns. Schließlich werden die Aufgaben im Antifa-Bereich nicht geringer und auch die Anforderungen steigen.In den neuen Vorstand wurden gewählt: Christel Hausladen-Sambale; Jürgen Bühn, Jürgen Gechter, Hans-Peter Schötz, Stefan Scharrer und Ulli Schlee; Als Kassier (und damit auch Mitglied im Vorstand) wurde Georg Neubauer wieder gewählt.

Als Schwerpunkte der weiteren Arbeit wurden festgelegt: – die Unterschriften-Kampagne NPD-Verbot – jetzt aber richtig! – Aktionen gegen (und Aufklärung über) die reaktionäre Links = Rechts-Ideologie und Politik des Bayerischen Innenministeriums u.a. im „Verfassungsschutz-Bericht“. – In unserer Stadt engagieren wir uns für ein Mahnmal für die Mord-Opfer des Naziterrors, und machen mit an den Veranstaltungen am 20.April, am Tag der Befreiung unserer Stadt von Faschismus und Krieg! – Ebenso wird es Zeit, dass der barbarischen Bücherverbrennung auf dem Hauptmarkt würdig gedacht wird. Nächstes Jahr (2013) ist immerhin der 80-ste Jahrestag dieser Schandtat.

Für ein Verbot der BIA!

4. April 2012

„Die Vollversammlung des Nürnberger Stadtrates appelliert an den bayerischen Innenminister und an die deutsche Innenministerkonferenz einen Verbotsantrag gegen die rechtsextreme NPD zu stellen und darüber hinaus schon heute alle vereinsrechtlichen Möglichkeiten für Verbote der NPD-Tarnorganisation BIA sowie anderer einschlägig bekannter rechtsextremer Kamerad-schaften und Zusammenschlüsse auszuschöpfen.“

Christian Vogel, SPD-Fraktion; Sebastian Brehm, CSU-Fraktion; Brigitte Wellhöfer, Bündnis90/Die Grünen; Thomas Schrollinger, Die Bunten; Marion Padua, Linke Liste; Stefan Grosse-Grollmann, Die Guten; Hans-Joachim Patzelt; Siegfried Schneider.

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