Nachdenken 2013 – 80 Jahre Bücherverbrennung

16. März 2013

Vor 80 Jahren begann der Nazi-Terror – und endete in grausamster Barbarei und dem verheerendsten Krieg in der Geschichte der Menschheit.

Mit einem umfangreichen Programm wird auch in unserer Stadt an verschiedene schreckliche Ereig-nisse des Jahres 1933 erinnert. U.a. an den 30.Januar, dem Tag der Machtübertragung an Hitler, an die Zerschlagung der Gewerkschaften am 2.Mai, an die Bücherverbrennung am 10.Mai, und, und …

Und im 2. Halbjahr natürlich auch an den 75.Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. Nov. „Nach-Denken“ bedeutet für uns mehr als nur Gedenken an Vergangenes. Wir denken nach über eine gerechte Welt ohne Rassismus, ohne Fremdenfeindlichkeit und ohne Krieg.

Mehr noch: Ein „Nach-Denken“ in diesem Sinn verpflichtet nachgerade zu einem Bekenntnis für unsere historische Verantwortung und dem Durchsetzen einer gerechten Welt im Hier und Jetzt.“

Das Programm und die damit verbundene umfangreiche Broschüre wurden zusammengestellt von der Initiative „Denk-Jahr 2013“, in der sich über 33 Nürnberger Organisationen zusammenfanden – darunter auch die VVN-BdA.

Ein großer Teil unserer Mitglieder hat die Broschüre per E-Mail erhalten, einige wenige per Post – aus Kostengründen. Falls Bedarf besteht, bitte melde

Gedenkveranstaltung

7. März 2013

08.03.2013

Gedenkveranstaltung

Gedenkveranstaltung zum Überfall auf das Nürnberger SPD-Haus und auf die Druckerei der Fränkischen Tagespost u.a. mit Dr. Ulrich Maly

Freitag, 08. März 2013, Uhrzeit wird noch bekanntgegeben

SPD-Haus

Freitag, 08. März 2013, Uhrzeit wird noch bekanntgegeben SPD-Haus

Führung durch die Ausstellung „Entrechtet, Entwürdigt, Beraubt“

9. Februar 2013

Der Beutezug der Nazis am jüdischen Vermögen

10.02.2013

Führung durch die Ausstellung „Entrechtet, Entwürdigt, Beraubt“

Der Beutezug der Nazis am jüdischen Vermögen

Sonntag, 10. Februar 2013, 15.00 Uhr

Doku-Zentrum

Sonntag, 10. Februar 2013, 15.00 Uhr Doku-Zentrum

Vor 80 Jahren: Hitler wird Reichskanzler

2. Februar 2013

03.02.2013

Vor 80 Jahren: Hitler wird Reichskanzler

Vortrag von Dr. Rochus Castner

Sonntag, 03. Februar 2013, 11.00 Uhr

Doku-Zentrum

Sonntag, 03. Februar 2013, 11.00 Uhr Doku-Zentrum

Wie konnte es zur Nazibarbarei kommen?

29. Januar 2013

30.01.2013

Wie konnte es zur Nazibarbarei kommen?

Am 30. Jan. 1933 begann die Nazidiktatur und damit 12 Jahre Barbarei in Deutschland. Wie kam es dazu? Ein Veranstaltung mit Dr. Eckart Dietzfelbinger, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Doku-Zentrum.

Mittwoch, 30. Januar 2013, 18.00 Uhr

Gewerkschaftshaus Nürnberg, Kornmarkt 5-7

Mittwoch, 30. Januar 2013, 18.00 Uhr Gewerkschaftshaus Nürnberg, Kornmarkt 5-7

Gedenkveranstaltung des Nürnberger ‚Bündnis gegen Rechts‘ aus Anlass des Tags der Befreiung des KZ Auschwitz.

26. Januar 2013

27.01.2013

Holocaust-Tag

Gedenkveranstaltung des Nürnberger ‚Bündnis gegen Rechts‘ aus Anlass des Tags der Befreiung des KZ Auschwitz.

Sonntag, 27. Januar 2013, 15:00 Uhr

Platz der Opfer des Faschismus

Gäste: Oskar Schneider, Ehemaliger Bundesminister und Mitglied im Wissenschaftlichen Fachbeirat für die Gedenkstätte Flossenbürg; Ulli Schneeweiß, Gewerkschaftssekretär von Ver.di Mittelfranken

Sonntag, 27. Januar 2013, 15:00 Uhr Platz der Opfer des Faschismus Gäste: Oskar Schneider, Ehemaliger Bundesminister und Mitglied im Wissenschaftlichen Fachbeirat für die Gedenkstätte Flossenbürg; Ulli Schneeweiß, Gewerkschaftssekretär von Ver.di Mittelfranken

Mitgliederversammlung der VVN-BdA

22. Januar 2013

23.01.2013

Gäste sind wie immer herzlich willkommen

Mitgliederversammlung der VVN-BdA

Mittwoch, 23. Januar 2013, 19.30 Uhr

Nachbarschaftshaus Gostenhof (Adam-Klein-Straße)

Mittwoch, 23. Januar 2013, 19.30 Uhr Nachbarschaftshaus Gostenhof (Adam-Klein-Straße)

Aufklärung nur scheibchenweise!

23. Dezember 2012

Über ein Jahr ist jetzt vergangen seit dem Bekanntwerden der NSU-Mordserie an neun türkisch-kurdischen und griechischen Kleinunternehmern sowie einer Polizistin.

Die bisherigen Untersuchungsergebnisse zeigen einen kaum für möglich gehaltenen Sumpf aus Geheimdiensten, ihren V-Leuten und militanten Neonazis. Deutlich wurde zudem, dass die Verfassungsschutzämter immer wieder über ihre V-Leute nahe an dem Mord-Trio dran waren, aber offenbar gar kein Interesse an dessen Ergreifunghatten.

Nürnberg war offensichtlich eine der Drehscheiben der Nazi-Mörder. Die beiden Verbrecher Böhnhardt und Mundlos verkehrten in der Nürnberger Gaststätte »Tiroler Höhe«, die in den 1990er Jahren beliebter Treffpunkt von Neonazis war. Es ist davon auszugehen, dass die ab 2000 mordende Nazi-Gruppe in Bayern und auch in unserer Stadt Unterstützer hatte.

So wurde vor kurzem vom Nürnberger ‚Bündnis Nazistopp‘ auf einer Pressekonferenz mit Fotos belegt, dass es auch damals schon Kontakte zur Nazipartei NPD gab – z.B. zum langjährigen Bayerischen NPD-Vorsitzenden und Nürnberger Stadtrat der BIA, Ralf Ollert.

Vor 80 Jahren begann die Nazidiktatur

23. Dezember 2012

Reichspräsident Paul von Hindenburg ernannte am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler, obwohl die Nazi-Partei bei der Wahl am 6.11.1932 zwei Millionen Wählerstimmen und 34 Sitze im Reichstag verloren hatte. Sie war auf dem absteigenden Ast. Machtergreifung durch die Nazis, wie es bei uns genannt wird? Oder Machtübertragung mit Hilfe der herrschenden Eliten aus der damaligen Politikkaste, dem Militär, den Medien, den Herren in den großen Banken und Konzernen?

Das Foto sagt dazu einiges aus!

Viele Veranstaltungen orientieren sich im nächsten Jahr an diesem Datum und versuchen einen Beitrag zur Aufarbeitung der Verbrechen der faschistischen Diktatur zu leisten. Es wird dazu ab Januar eine kleine Broschüre mit einem großen Informations-Angebot geben.

Hier nur ein erstes Angebot:

– Sonntag 27. Jan. um 15.00 Uhr: Gedenkveranstaltung des Nürnberger ‚Bündnis gegen Rechts‘ aus Anlass des Tags der Befreiung des KZ Auschwitz. (Holocaust-Tag). Gäste: Oskar Schneider, Ehemaliger Bundesminister und Mitglied im Wissenschaftlichen Fachbeirat für die Gedenkstätte Flossenbürg; Ulli Schneeweiß, Gewerkschaftssekretär von Ver.di Mittelfranken. Ort: Platz der Opfer des Faschismus.

– Mittwoch 30.Jan. um 18.00 Uhr: Am 30. Jan. 1933 begann die Nazidiktatur und damit 12 Jahre Barbarei in Deutschland. Wie kam es dazu? Ein Veranstaltung mit Dr. Eckart Dietzfelbinger, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Doku-Zentrum. Ort: Gewerkschaftshaus Nürnberg.

– Sonntag 3.Febr.um 11.00 Uhr: Vor 80 Jahren: Hitler wird Reichskanzler. Vortrag von Dr. Rochus Castner. Ort: Doku-Zentrum.

– Freitag 8.März: Gedenkveranstaltung zum Überfall auf das Nürnberger SPD-Haus und auf die Druckerei der Fränkischen Tagespost u.a. mit Dr. Ulrich Maly. Ort: SPD-Haus.

– Montag, 29.Aprli: Der erste Schlag Nazis richtete sich vor allem gegen Arbeiterbewegung und die Gewerkschaften. Am 2.Mai wurde das Nürnberger Gewerkschaftshaus von Nazis besetzt und geplündert. Eine Veranstaltung mit Dr. Ulrich Schneider, Historiker und Publizist Bundessprecher VVN-BdA. Ort: Gewerkschaftshaus Nürnberg. (Weitere Veranstaltung dazu gibt es am 2.Mai)

– Sonntag, 10.Febr, 15.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung „Entrechtet, Entwürdigt, Beraubt“ – Der Beutezug der Nazis am jüdischen Vermögen. Ort: Doku-Zentrum. (Dazu gibt es im ersten Halbjahr weitere Termine. Zu dieser Ausstellung liegt ein Flyer bei. An einem Wochenende im Februar ist eine gemeinsame Führung mit unserem Freund Eckhart Dietzfelbinger vorgesehen. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

NPD-Verbotsantrag durch die Bundesländer

23. Dezember 2012

Der Bundesrat hat Mitte Dezember beschlossen, beim Bundesverfassungsgericht ein Verbot der NPD zu beantragen. Bis auf Hessen stimmten alle Länder am Freitag für einen zweiten Anlauf. Das erste Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme Partei war im März 2003 in Karlsruhe gescheitert, weil im Beweismaterial auch Äußerungen von NPDMitgliedern zitiert waren, die zugleich als Spitzel für den Verfassungsschutz arbeiteten. Na endlich – könnte man sagen!

Und dennoch bleibt eine gewisse Skepsis!

o Das jahrelange offizielle Gezerre zwischen den Zuständigen um ein neues Verfahren;

o Der jetzige Alleingang der Länderkammer und das gleichzeitige Ausscheren der Bundes-regierung und ihres Innenministers;

All das hinterlässt mehr oder weniger berechtigte Zweifel daran, wie ernsthaft dieses Verfahren von den Verantwortlichen angepackt wird. Daher sollten sich Antifaschistinnen und Antifaschisten nicht allein auf ein sicherlich wünschenswertes Verbot verlassen, sondern in jedem Fall weiter selbst aktiv bleiben, um den Einfluss der NPD und anderer Neonazis zurückzudrängen.

Immer wieder wird an unseren Informationsständen gefragt, ob denn ein Verbot der Nazi-Partei tatsächlich so wichtig ist, um die Umtriebe der Nazis zu verhindern. Auch wenn wir es schon oft geschrieben und gesagt haben: Mit einem NPD-Verbot verschwinden nationalistische, rassistische und menschen-verachtende Positionen nicht von selbst. Aber es wird der Spielraum, solche Auffassungen offensiv zu vertreten (z.B. auf Demonstrationen, z.B. durch Veranstaltungen oder Konzerte) erheblich eingeschränkt.

Und es wird ein Skandal beendet: Die Nazis bekommen – wie bisher nach dem Parteiengesetz – dann keine Steuergelder mehr!

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