Ein Wort vom Kassier zu Konto und Geld!

1. Januar 2014

Ab Februar 2014 werden EU-weit im Zuge des SEPA-Verfahrens Konto-Daten umgestellt. Das betrifft Überweisungen, das Einzugsverfahren und die Lastschriften. Dazu:

1. Der Mitgliedsbeitrag wird von uns wie bisher per Lastschrift am 15.Jan. 2014 (jeweils für 3 Monate, also bis einschl. März) eingezogen. Danach gehen die Beiträge über den Landesverband. Eine Information darüber folgt im neuen Jahr.

2. Eine Überweisung auf die bisherigen Konto- und Bankdaten ist bis Ende 2014 möglich.
VVN-BdA Kto-Nr: 0195239857; BLZ: 76010085. Möglich ist aber auch jetzt schon die Verwendung der IBAN-Nummer: DE84760100850195239857 sowie der BIC: PBNKDEFF.

3. Auch für unsere Arbeit steigen leider die Kosten. So wurde der Post schon wieder erlaubt, die Gebühren zu erhöhen …

Kurz: Wir freuen uns auch im neuen Jahr über viele Spenden.

Ein kurzer Rückblick…

1. Januar 2014

Der 80-ste Jahrestag der Machtübertragung an die Nazi-Partei geht zu Ende. Gemeinsam mit vielen Organisationen in unserer Stadt haben wir in diesem „Nachdenkjahr 2013“ versucht, über die Entstehung und die Hintergründe der Nazidiktatur und der damit verbundenen Zerstörung der Weimarer Republik zu informieren.

Es gab allein im ersten Halbjahr über 60 Veranstaltungen mit Vorträgen, Diskussionen und
Aktionen zu den Ereignissen des Jahres 1933. Bewegend  waren auch die zahlreichen Veran-staltungen aus Anlass des 75-sten Jahrestags der Reichspogromnacht am 9.November 1938. Konsens war durchgehend:

Geschichtsaufarbeitung ist kein Selbstzweck.

Der  historischen Verantwortung gegenüber der nationalsozialistischen Vergangenheit gerecht werden heißt heute: Aktiv gegen jede Form von neonazistischem und rassistischem Gedankengut auftreten!

An vielen Veranstaltungen nahmen Mitglieder unserer Organisation teil und wirkten mit. Es hat sich zudem gezeigt: Der Kampf gegen die Nazi-Plage ist auch aus gewerkschaftspolitischer Sicht eine wichtige Aufgabe geworden. Es freut uns deshalb besonders, dass auch in diesem „Nachdenkjahr 2013“ die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen von ver.di hervorragend war.

Allen, die sich hier engagiert haben, ein herzliches Dankeschön.

Ein kurzer Rückblick:

Es gab von VVN-BdA und ver.di gemeinsam im Gewerkschaftshaus – jeweils im Januar und im Mai –  gut besuchte Veranstaltungen zu den Themen:

– Am 30.Januar 1933 „ergriff“ Adolf Hitler die Macht und 12 Jahre dunkelste Geschichte Deutschlands begannen. Wie konnte das geschehen und wie gefährlich sind Nazis heute?
Referent war Dr. Eckart Dietzfelbinger, wissen-schaftlicher Mitarbeiter im Doku-Zentrum.

–  Am 2. Mai 1933 wurden die Gewerkschaftshäuser gestürmt, um die Gewerkschaften zu zerschlagen.
Wie verhielten sich die Gewerkschaften damals angesichts der drohenden Gefahr? Welche Lehren sind für die Zukunft für politisch verantwortlich Handelnde zu ziehen?
Referent  war Dr.Ulrich Schneider, Historiker und Publizist – Bundessprecher der VVN-BdA.

– Am 20.April 2013, dem Tag der Befreiung unserer Stadt, feierten wir gemeinsam mit vielen demokratischen Organisationen das 5. Fest der Demokratie und Befreiung.
– Am Südstadtfest (Anfang Juli) hatten wir wieder gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vom FB9 unseren Infostand. Und – wie es zu einem Fest gehört –  auch einen Getränkestand.

 

 

Auch das ist Teil unserer Geschichte:

Über 200.000 Menschen wurden im Westen Deutschlands während der Adenauerzeit politisch verfolgt. Häufig von Polizisten, Staatsanwälten oder Richtern, die ihr Handwerk noch in der Nazizeit gelernt hatten. Ca. 10.000 von ihnen wurden zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Ihr „Verbrechen“ war der aktive Widerstand gegen die Wiederaufrüstung der BRD.

 Mit der Filmvorführung: Verboten – Verfolgt – Vergessen. Die Verfolgung der politischen Opposition in der Adenauerzeit haben wir gemeinsam mit der DKP und dem Deutschen Freidenker Verband e.V. (DFV) an diese unsägliche Verfolgung von Kommunisten und Rüstungsgegnern im Rahmen des Kalten Krieges erinnert.

Im Mittelpunkt unserer Öffentlichkeitsarbeit in Nürnberg stand die Erinnerung an den aktiven Widerstand gegen den Terror der Nazis im ersten Halbjahr 1933. Viele junge Arbeiter wurden im Juli/August verhaftet, brutal geschlagen und in die KZ verschleppt. Einer davon war der junge Familienvater Oskar Pflaumer. Er wurde am 16. August 1933 in einem Folterkeller von der SA (in der damaligen Samariter-Wache am Hallplatz) derart barbarisch misshandelt, dass er noch in der gleichen Nacht starb.

 Nach wie vor gibt es in unserer Stadt weder zum Widerstand im Jahr 1933 noch zu dieser grausamen Barbarei der Nazis eine Erinnerung. Wir haben dazu im Jahr 2013 x-fach festgestellt und wir bleiben dabei:

Wer angemessen an die Geschichte des Nationalsozialismus erinnern will, kann nicht umhin, auch der ersten Widerstandskämpfer gegen das faschistische Regime zu gedenken – ihres Muts, ihrer Taten, ihrer Opfer.

Gemeinsam mit den beiden Kindern von Oskar Pflaumer Hanne Oehler aus München und Dr. Hans Pflaumer aus Castel di Tusa (Italien) sowie weiteren Verwandten der Familie u.a. aus Köln (Familie Lessing) und aus der Stadt Boston in den USA (Familie Einstein) erinnerten wir an diese grausame Ermordung.

 Darüber hinaus bekräftigten die mehr als 60 Anwesenden, darunter auch viele ältere Nürnberger VVN-BdA-Mitglieder, dass es jetzt auch in unserer Stadt Zeit wird, den Widerstand gegen das Naziregime gebührend zu würdigen.

 Es war zweifellos eine große Ehre, dass in Vertretung des Oberbürgermeisters der Vorsitzende der israelitischen Kultusgemeinde und langjährige SPD-StadtratArno Hamburger an der Veranstaltung teilnahm.

 Leider hält sich OB Dr.Maly immer noch sehr „bedeckt“ zu unserer Forderung nach einer entsprechenden Würdigung dieses Widerstands. Unser Kamerad J.Gechter hat dazu auf der Veranstaltung die richtigen Worte gefunden.

Wir geben keine Ruhe, bis dem Leben, dem Wirken und dem Leiden Oskar Pflaumers und anderer Widerstandskämpfer würdig gedacht wird.“

Bitte jetzt schon vormerken

1. Januar 2014

Auch am 27. Januar 2014 wird am ‚Platz der Opfer des Faschismus‘ mit einer Kundgebung an die unvorstellbar grauenhafte Barbarei in Auschwitz und in den anderen KZ der faschistischen Diktatur erinnert.

Treffpunkt wie bisher 17.00 Uhr.

Einladung zur Mitgliederversammlung der VVN-BdA Nürnberg

1. Januar 2014

Am Mittwoch, 15.Januar 2014 um 19.30 Uhr im Nachbarschaftshaus Gostenhof

Vorgesehene Themen:

– Unser Kamerad Ulli Schlee wird uns über seine Forschungen zur Situation der Sinti und Roma in der Nazizeit in Franken berichten.
– Unser Beitrag im Kommunalwahlkampf gegen die Nazi-Tarnliste BIA  …

Eingeladen sind wie immer alle Mitglieder, Freunde und Freundinnen der VVN-BdA.

Wir wünschen allen unseren Mitgliedern, Freundinnen und Freunden im Neuen Jahr 2014 viel Kraft und Gesundheit  für unsere gemeinsame Sache.

Ehrung für Hugo und Hermann Höllenreiner

7. November 2013

Die VVN-BdA Bayern ehrte im Rahmen ihrer Landesmitgliederversammlung in Dachau Hugo und Hermann Höllenreiner, die in diesen Tagen ihren 80. Geburtstag feiern können. Die beiden Zeitzeugen, die den Völkermord an den Sinti und Roma überlebt haben und heute in Ingolstadt bzw. in der Nähe von Mühldorf am Inn leben, sind Mitglieder der VVN-BdA.

Hermann-Hoellenreiner-2013
Die Würdigung der Jubilare nahm der langjährige Landessprecher der bayerischen VVN-BdA, Ernst Grube, Zeitzeuge und Überlebender des Holocaust, vor. Er verwies in seiner Rede u. a. auf die auch nach 1945 anhaltende Diskriminierung der Sinti und Roma in Deutschland, etwa durch das in den 50er Jahren vom bayerischen Landtag verabschiedete Landfahrergesetz oder das Urteil des Bundesgerichtshofs von 1956, wonach „nicht die Rasse als solche, … sondern die … asozialen Eigenschaften der Zigeuner“ Grund der Verfolgung der Sinti und Roma durch die Nazis gewesen seien.

Veranstaltung des Nürnberger Friedensforums, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der VVN-BdA

7. November 2013

Hinweisen möchten wir jetzt schon auf eine Veranstaltung des Nürnberger Friedensforums, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der VVN-BdA mit Karin Leukefeld zum Thema „Krieg in Syrien und kein Ende …“ am Dienstag, 26.Nov, 19.30 Uhr im Nachbarschaftshaus Gostenhof

Einladung zu einer Gedenkveranstaltung des DGB Mittelfranken

7. November 2013

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
gemeinsam wollen wir am 9.11. 2013 den schrecklichen Ereignissen der Novemberpogrome vor 75 Jahren gedenken. Als Hauptredner dürfen wir dazu den Zeitzeugen und Vorsitzenden der Lagergemeinschaft Dachau, Dr. Max Mannheimer bei uns begrüßen, der sich seit Jahren unermüdlich gegen das Vergessen engagiert.
Fast die gesamte Familie Mannheimers wurde in Auschwitz ermordet. Er selbst überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Ausschwitz und Dachau. Sein Engagement als Zeitzeuge und seine Kunst sind Teil der persönlichen Auseinandersetzung mit der eigenen schmerz-haften Vergangenheit.

Wir laden euch herzlich ein zur Gedenkveranstaltung am Samstag, 9.11.2013, um 15:00 Uhr im Raum Burgblick, 7. Stock, DGB-Haus, Kornmarkt 5-7, Nürnberg

Erinnerung an den 9.November 1938

7. November 2013

„Wir gingen beide schräg über die Straße, untergefasst, im gleichen Schritt und sahen die Steine fliegen. Sie zertrümmerten die riesigen Schaufensterscheiben, die als kleine, graugrüne Berge von Splittern vor der Auslage endeten. Es war diesmal ein Konfektionsgeschäft, und die Herren und Damen aus Wachs standen steif und freundlich in den Auslagen herum. „Um Gottes Willen, lass uns gehen“ bat sie. „Nein“, sagte ich, ich will das sehen, ich will mich immer daran erinnern, wenn ich weich werde.“ (…) Von fern hörten wir überall Gejohle, Fenster klirren, krachende Möbel, die aus den Fenstern geschleudert wurden, rennende Menschen-mengen, Hilferufe, und der Rauch der brennenden Synagogen zog über die Straßen träge dahin. „Ab heute“, sagte ich, „ist gegen diese Menschen jedes Mittel recht.“ „Ja“, sagte sie, „ab heute schäme ich mich eine Deutsche zu sein, wenn diese Menschen Deutsche sind.“ Sie wurde später von diesen Menschen in Plötzensee erhängt. Günther Weisenborn „Memorial“

Mit dem folgenden Brief haben wir uns an der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg gewandt:

25. Juni 2013

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten  –  VVN-BdA – Kreisvereinigung Nürnberg  –  06.Mai.2013

 

An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Herrn Dr. Maly

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

aus Anlass des 80. Jahrestages der Machtübertragung an die Nationalsozialisten scheint es uns besonders wichtig, auch auf diejenigen hinzuweisen, die in verschiedenster Weise gegen die Gewalttaten der Nazis protestierten.  Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, gab es in unserer Stadt zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die den Mut besaßen, Widerstand zu leisten und die diesen Mut mit Verfolgung, Folter, ja teilweise mit dem Tod bezahlten.

Das Ziel des Nazi-Regimes war die Ausschaltung jeglicher Opposition und damit die Beseitigung der demokratischen Einrichtungen der Weimarer Republik. Es ist dabei alles andere als ein Zufall, dass die ersten Opfer des Regimes die Mitglieder und Anhänger der Arbeiterparteien bzw. -organisationen waren.  Der Hass gegen die als „marxistisch“ aufgefasste Arbeiterbewegung, allen voran gegen die Parteien KPD und SPD sowie gegen die Gewerkschaften war wesentlicher Bestandteil der faschistischen Ideologie.

Es ist daher längst notwendig, auch vonseiten unserer Stadt diesen Männern und Frauen, die für ihre antifaschistischen Überzeugungen jahrelange Gefängnis, KZ-Lagerhaft, Folter und Mord riskierten und allzu oft auch erlitten, angemessen zu gedenken.

Ihr Widerstand sollte auch heute ein Beispiel sein, wenn es um die Frage geht: Was muss geschehen, um menschenverachtende Einstellungen wie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Faschismus zu verhindern.

Aus unserer Sicht ist ein Mahnmal in Form einer Stele/Gedenktafel im öffentlichen Raum, wie sie z.B.  in Fürth für die beiden jungen Fürther Bürger Rudolf Benario und Ernst Goldmann errichtet wurde, dafür ein geeignetes Signal.

Wir schlagen hierfür einen der Folterplätze aus dem Jahr 1933 wie z.B. den Hallplatz vor, wo im August  der junge Arbeiter Oskar Pflaumer als erster Widerstandkämpfer in Nürnberg – im Keller der damaligen Samariterwache  –  derart brutal misshandelt wurde, dass er noch in der gleichen Nacht starb.

Mit freundlichem Gruß

Georg Neubauer

– Beigelegt haben wir einen persönlichen Brief von Frau Hanne Oehler, der Tochter von Oskar Pflaumer  sowie ein von uns erstelltes Informationsmaterial zum Widerstand gegen die Nazi-Diktatur und zu O.Pflaumer.  Weitere Informationen stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

– Der Folterkeller am Hallplatz wurde bereits in der Hauptverhandlung der Nürnberger Prozesse erwähnt. Die Samariterwache am Hallplatz 4, in welcher der „SA-Sturm zur besonderen Verwendung“ als Hilfspolizei stationiert war, war der Ort, an welchem ‚in der Hauptsache die erforderlichen Gegenüberstellungen und Vernehmungen festgenommener Kommunisten‘, also auch Folterungen erfolgten.

Das gilt bekanntlich für jeden Angriffskrieg: Erst stirbt die Wahrheit, dann die Menschen!

25. Juni 2013

Mit faustdicken Lügen und gefälschten Beweisen wurde unter Präsident G.Bush von den USA der Krieg gegen den Irak begonnen. Der damalige US-Außenminister Powell gab Jahre danach zu, dass er vom CIA mit Lügenmärchen präpariert wurde. Hundert-tausende Menschen starben und das Land wurde nahezu zerstört.

Auch der jetzige Präsident der USA und Friedensnobelpreisträger Barack Obama kann es offensichtlich nicht lassen:

Washington wirft Syrien wiederholten Einsatz von Giftgas vor. Daraufhin wird Militärische Unterstützung für Rebellen angekündigt. Damaskus weist Vorwürfe zurück.

Von Karin Leukefeld – Eine der wenigen Redakteure, die in Syrien vor Ort recherchieren. (JW 15.06.13)

„US-Präsident Barack Obama hat der Regierung unter Präsident Baschar Al-Assad vorgeworfen, Giftgas im Syrien-Krieg eingesetzt zu haben. Schlüssige Beweise dafür wurden nicht vorgelegt. Washington nutzte seine Behauptung als Vorwand, nun militärische Unterstützung für die Aufständischen anzukündigen. Diplomaten zufolge wird auch erwogen, den Rebellen durch eine Flugverbotszone zu helfen. Die Aufständischen würden mit Waffen versorgt.

Ein Sprecher des Weißen Hauses informierte die Öffentlichkeit über diese Entscheidung des Friedensnobelpreisträgers Obama. Mit dem wiederholten Einsatz von Chemiewaffen habe die syrische Führung eine rote Linie überschritten. Er könne jedoch noch nicht sagen, in welchem Umfang und welche Art von Waffen geliefert würden, sagte der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater von Obama, Ben Rhodes.

Aus der Stellungnahme des für »strategische Kommunikation« zuständigen Rhodes, die von der britischen BBC veröffentlicht wurde, geht hervor, dass die »Beweise« für den »mehrmaligen« Einsatz von chemischen Waffen, »darunter auch Sarin«, durch die syrische Armee vom US-Geheimdienst in Zusammenarbeit »mit unseren Partnern und Verbündeten sowie mit Individuen in Syrien, auch von der syrischen Opposition« gesammelt worden seien.

Man schätze, dass »100 bis 150 Personen durch Angriffe mit chemischen Waffen getötet wurden«, wobei die tatsächliche Opferzahl wahrscheinlich höher sei. Die Unterstützung der zivilen Opposition soll ebenfalls ausgeweitet werden.

Syrien-McCain

Washington will noch mehr Waffen an Aufständische liefern.  US-Senator John McCain (einer der Hauptkriegs-treiber in den USA) war im Mai in Syrien bei Mitgliedern der „Freien Syrischen Armee“ FSA, ­darunter ein mutmaßlicher Kidnapper libanesischer Pilger, Foto AP Photo/Mouaz Moustafa

Das syrische Außenministerium wies den Vorwurf Washingtons zurück. Die Erklärung des Weißen Hauses sei »voller Lügen« und basiere auf »gefälschten Informationen«, hieß es in einer Stellungnahme. Die US-Regierung messe mit zweierlei Maß, wenn sie die »terroristischen Gruppen bewaffnet, ihnen Geld, Ausrüstung und politische Unterstützung gewährt«. Washington beteilige sich »direkt an dem Blutbad, das am syrischen Volk verübt« werde.

In Moskau zeigte sich Juri Uschakow, Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, von den in Washington vorgelegten »Beweisen« wenig beeindruckt. Er wolle zwar keine Parallelen »zum Reagenzglas von US-Außenminister Powell« ziehen, sagte Uschakow unter Verweis auf die 2003 dem UN-Sicherheitsrat vorgelegten gefälschten »Beweise« über irakische Massenvernichtungswaffen. Man habe die Informationen gesehen, und »das Vorgebrachte überzeugt uns nicht«.

Hintergrund der Entscheidung Washingtons dürfte der Rückschlag sein, den die Aufständischen kürzlich in Kusair erlitten hatten. Bereits am Dienstag hatten sich der französische Außenminister Laurent Fabius und sein saudischer Amtskollegen Saud Al-Faisal in Paris auf verstärkte Waffenhilfe verständigt.

Militärische Erfolge sind für die heillos zerstrittene Opposition wichtig, um bei den Verhandlungen in Genf mit der syrischen Regierung Forderungen aufzustellen. Jordanien und Saudi-Arabien haben Ausbildung und Ausrüstung der Aufständischen massiv erhöht. Beobachter vermuten die Vorbereitung einer Offensive aus Jordanien, um gegen die syrische Armee eine zweite Front nahe der Hauptstadt Damaskus zu eröffnen. Nach der Befreiung der Stadt Kusair von Aufständischen, hatte die Armee weitere Offensiven gegen die bewaffneten Gruppen in der Provinz Aleppo begonnen.“

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