Gemeinsam gegen Rassisten und Volksverhetzer

6. April 2015

Die Zunahme von Aufmärschen der extremen Rechten in unserer Stadt, sei es als PEGIDA oder NÜGIDA, entwickelt sich schon fast zur Landplage.

So war es war für viele Bewohner der Südstadt Anfang März nur schwer nachvollziehbar, dass am 9.März rund um die Frankenstr./Pillenreutherstr. stundenlang ein ganzes Stadtviertel mit einigen Hundert Polizisten völlig abgeriegelt und lahm gelegt wurde. Und dies allein, um rund 40 (vierzig) Nazis 300 Meter laufen zu lassen. Verwiesen wird von den Verantwortlichen auf das elementare Demonstrations-Recht. Die Frage sei dennoch erlaubt: Gibt es ein Recht auf Volksverhetzung und Verbreitung rassistischer Parolen? Und wie steht es mit der Verhältnismäßigkeit?

Gegen-Nuegida_2015

Protestaktion gegen Nügida an der Frankenstraße.

 

Inzwischen schrumpft die Anzahl der Teilnehmer der wöchentlichen PEGIDA-Schau. Das ist gut so.  Vor einigen Wochen bei den Massenaktionen z.B. in Dresden mag der eine oder andere Mitläufer/Zuschauer noch geglaubt haben, es ginge tatsächlich um „den Schutz des Abendlandes“. (Was auch immer das sein soll?) Oder man würde es den Politikern, der „Lügenpresse“ und „Denen da oben“ mal zeigen.

 

Die Parolen und Reden der Organisatoren bei den letzten Kundgebungen am Weißen Turm machen deutlich,  was davon zu  halten ist. Die bornierte „Kritik am Islam“ ist nur vorgeschoben. Auch gegen „Die da oben“, z.B. gegen die Abzocker in den Banken oder Kapitalfonds hatten diese selbst ernannten „Abendland-Retter“ bisher nichts  einzuwenden.

 

 

Sie hetzen vor allem gegen die Schwächsten im Lande, gegen Asylsuchende, Zuwanderer und Ausgegrenzte. Fakt ist deshalb:  Hier sind Nazis, Rassisten und Volksverhetzer am Werk. Zu Recht hat Ver.di deshalb einen Strafantrag gegen die Pegida-Organisatoren gestellt.

Auch wenn es manchmal schwerfällt und wir uns unsere Aktivitäten nicht von den Nazis diktieren lassen wollen, so geht doch kein Weg dran vorbei:  Ungestört kann frau/man diese Hetzer in Nürnberg nicht demonstrieren lassen. Darüber sind sich Demokraten, Antifa- und Antipegida -Gruppen einig. Als VVN-BdA werden wir die Proteste und Gegenaktionen selbstverständlich unterstützen.

Im Moment ist nicht absehbar, wie lang PEGIDA und Co. unsere Stadt aufsuchen und mit Kundgebungen überziehen.

Von uns und anderen Nazigegnern wird auf jedem Fall versucht, gemeinsam diesen Nazi-Kundgebungen möglichst effektiv zu begegnen. Die Nürnberger Zeitungen berichten dazu zurzeit relativ zuverlässig. Also einfach nachschauen und die Gegenaktionen unterstützen

 


 

 

 

Strafantrag gegen letzte (19. März 2015) Pegida-Kundgebung

24. März 2015

Wegen mehrerer Passagen von Reden der letzten Pegida-Kundgebung am 19.03.2015  haben wir nun Strafverfolgungsantrag wegen des Verdachts der Volksverhetzung bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gestellt. Die zunehmend wirreren und immer radikaleren Schimpftiraden von Pegida Nürnberg und der immer offenkundigere blanke Hass auf alle, die einen muslimischen Glauben haben könnten machen diesen Schritt notwendig.
So wurde nun etwa auch vor dem „friedlichen Gemüsehändler um die Ecke“ oder „scheinbar friedlichen Kebab-Verkäufer“ gewarnt. Diese seien nur „solange friedlich, bis der Islam an die Macht kommt“ Dann falle deren „Maske“, ein Moslem sei wie der andere. Jede Differenzierung wurde aufgegeben.

Gegendemonstranten wurden als „terroristische Vereinigung“ bezeichnet, von welchen „jeder Einzelne“ irgendwann vor Gericht gezogen würde. Die heute verantwortlichen Politiker würden „gesäubert“, sobald der „Deutsche Zorn“ an der Macht sei.

Wir hoffen, dass die Staatsanwaltschaft diesem Treiben einen Riegel vorschieben wird.

 

Hier die Strafanzeige gegen Pegida.

Faschismus ist keine Meinung – sondern ein Verbrechen!

24. März 2015

Diese Grundaussage der VVN-BdA ist nach Meinung des Bayerischen Verwaltungsgerichts in München ein wichtiger Anlass dafür, dass die VVN-BdA weiterhin vom Verfassungsschutz beobachtet – und auch alle Jahre wieder im Bericht des Geheimdienstes als „linksextremistisch“ vorgeführt wird.

Der Terror des Nazis-Regimes in Europa – dokumentiert u.a. auch in den Nürnberger Prozessen – scheint bei manchen Bayerischen Richtern nicht bekannt oder vergessen zu sein. Anbei eine Zusammenfassung der verbrecherischen Maßnahmen und Mordorgien der Nazis allein in den letzten 2 Monaten im Jahr 1945. Eigentlich müsste es zur Pflichtlektüre der deutschen Richterausbildung gehören!

Siehe Link: Manfred Weißbecker kommt zu uns nach Nürnberg als Referent am 8.Mai

01.06. – 06.06.2015 – Fahrt nach Slowenien

21. März 2015

Auf den Spuren der Partisanen in Slowenien Mo. 01.06. – Sa. 06.06.2015. Reise mit dem bekannten Grazer Historiker und Kommunisten Ernest Kaltenegger. Anfahrt ist mit PKW oder Kleinbus. Unsere Unterkunft haben auf einem slowenischen Urlaubsbauernhof bei Cerkno. Kosten ca. 50 € pro Tag und Person. Meldet euch bitte rasch an, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

10. Mai 2015: Veranstaltung über das KZ Hersbruck im Filmhaus

21. März 2015

Hier ein Info zur Veranstaltung über das KZ Hersbruck im Filmhaus. Im Anhang die Filmbeschreibung und Szenenfotos.

Anlass für die Veranstaltung sind der Brandanschlag auf der Flüchtlingsheim in Vorra und weil bei der Schaffung einer KZ Gedenkstätte nichts voran geht.

Filmhaus Nürnberg – Sonntag, 10. Mai  18 Uhr – Dokumentarfilm ‚KZ Hersbruck und das Doggerwerk‘ – 30 Minuten; anschließend Diskussion mit Vertretern des Hersbrucker Gedenkstätten-Vereines. Es wird einen Infotisch geben.  – Eintritt frei, Spende gerne.

Hier gibt’s weitere Infos zum Film

09. Mai 2015: Kundgebung/Fest zum Tag der Befreiung

21. März 2015

Das Fest wie in den letzten Jahren vermutlich am Hallplatz statt. Sein Kommen zugesagt hat bereits unser Kamerad Ernst Grube. Genauere Information folgen in Kürze.

08. Mai 2015: Das historische Datum – 8. Mai 1945 – Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg

21. März 2015

Gemeinsame Veranstaltung Ver.di – VVN-BdA mit Prof. Dr. Ludwig Elm  zum Thema 8.Mai: Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg – Kultur und Information gegen das Vergessen.

Freitag, 8. Mai 2015 · 17:00 Uhr – Gewerkschaftshaus Nürnberg, 7. OG, Raum „Burgblick“

 

Hier geht’s zum Einladungsflugblatt

 

05. Mai 2015: Vortrag über das KZ-Außenlager Nürnberg-Süd an der Katzwanger Straße

21. März 2015

Sie wurden von uniformierten Frauen bewacht.

Vortrag über das KZ-Außenlager Nürnberg-Süd an der Katzwanger Straße

Die Historikerin Nadja Bennewitz berichtet über das Außenlager Nürnberg-Süd, in der Frauen arbeiteten, die aus Ungarn über Ausschwitz verschleppt worden waren. Damals hieß die Julius-Loßmann-Straße noch Katzwanger Straße, das Lager befand sich ungefähr dort, wo heute das Roxy Kino ist.

Agnes Rosza, eine Gefangene dieses Lagers, führte damals ein beeindruckendes Tagebuch, welches unter dem Titel „So lange ich lebe hoffe ich“ im Archiv der Stadt Nürnberg verlegt wurde. – Dienstag, 5. Mai 2015, 19:45 Uhr – Kulturladen Gartenstadt, Frauenlobstr. 7, 90469 Nürnberg

1. Mai 2015: DGB Demonstration und Kundgebung am Kornmarkt

21. März 2015

Wie sind mit einem Informationsstand am Kornmarkt dabei.

24. April 2015: Oradour – Die Geschichte eines Massakers

21. März 2015

Dies ist eine  gemeinsame Veranstaltung der VVN-BdA und  des Deutschen Freidenker-Verbands e.V (DFV) mit Florence Hervé und Martin Graf. Ort und Zeit: Am Freitag 24. April, 19.30 Uhr  in der Villa Leon. Am 10. Juni 1944 blieb in Oradour-sur-Glane die Zeit stehen. Das ruhige Dorf im nordwestlichen Zentralmassiv Frankreichs wurde von der der Waffen-SS-Division »Das Reich« überfallen. Im Verlauf des Tages trieben die SS-Schergen alle anwesenden Bewohner und Besucher auf die Straßen. Frauen und Kinder wurden in die Kirche gesperrt und bei lebendigem Leibe verbrannt. Die Männer wurden in Garagen und Scheunen erschossen. Schließlich wurden alle Gebäude des Ortes in Brand gesetzt. Das Massaker forderte insgesamt 642 Todesopfer – 18 Tage das jüngste, 85 Jahre der Älteste.

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